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Obst & Gemüse von A-Z bei GRÜNKÄPPCHEN

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Auberginen

Ursprünglich stammt die Aubergine wohl aus Asien und wurde bereits in vorchristlicher Zeit kultiviert. Vermutlich im 13. Jahrhundert brachten die Sarazenen die Aubergine nach Spanien. Sie wird auch als „Eierfrucht“ bezeichnet, da die ursprünglichste Sorte nur hühnereigroß und weiß oder gelb war.

Sie braucht für ihr Wachstum sehr warmes Klima – am besten gedeiht sie bei 25 – 30 Grad. In südeuropäischen Ländern wächst sie im Freien, in Deutschland nur in Gewächshäusern. Wir kennen hauptsächlich die dunkelviolette, länglich – ovale Form, während es in Asien und Südeuropa eine große Farben- und Formenvielfalt gibt, unter anderem weiße, orangerote, gelbe, grüne oder grün-weiß marmorierte Auberginen in länglicher, runder, keulen-, tropfen- oder schlangenförmiger Variante bis zu einem Meter Länge. Das Fruchtfleisch hat immer eine weißliche Farbe.

Die Aubergine ist ganzjährig verfügbar, da sie weltweit angebaut wird; erntefrisch aus Deutschland ist sie zwischen Juli und Oktober zu bekommen. Die Hauptlieferanten für Deutschland sind die Türkei, Italien, Spanien und die Niederlande.

Gelagert werden sollte die Aubergine etwa bei 10 Grad und innerhalb von vier Tagen verarbeitet werden. Je frischer die Frucht ist, desto milder ist sie im Geschmack. Sie sollte nicht direkt neben Tomaten und Äpfeln liegen, da sie auf das ausströmende Reifegas empfindlich reagiert.

Rohe Auberginen sind nicht unbedingt zum Verzehr geeignet, da sie Bitterstoffe und das Alkaloid Solanin enthält, das zu Bauchschmerzen und Übelkeit führen kann, daher sollten sie immer erhitzt werden. Je reifer die Frucht ist, desto mehr nimmt das Solanin ab. Allerdings findet sich in modernen Züchtungen kaum mehr Solanin, es wurde sozusagen „herausgezüchtet“. Reife Früchte sind prall, die Schale sollte bei Druck leicht nachgeben.

Die Aubergine besteht zu über 90 % aus Wasser und ist sehr kalorienarm (17 kcal pro 100 g). Sie enthält – vor allem in der Schale – Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Kalium sowie reichlich Ballaststoffe. Zudem finden sich in der Eierfrucht Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass diese Stoffe das Risiko einer Krebserkrankung vermindern können. Außerdem wirken sie sich positiv auf den Blutzucker und die Herzfunktion aus.

Zum Verzehr werden die Auberginen, die keinen sehr intensiven Eigengeschmack haben, meist gedünstet, gebraten, geschmort oder gegrillt. Vor dem Zubereiten sollten dem Fruchtfleisch die Bitterstoffe entzogen werden, indem man das Fruchtfleisch salzt und nach einiger Zeit gründlich abwäscht. Besonderes Beliebtheit ist die Aubergine in der mediterranen, orientalischen und türkischen Küche, z. B. in Moussaka, Ratatouille, als gefüllte Variante oder kalt als Antipasti. Auberginenscheiben sind auch eine beliebte Grillbeilage – die Scheiben können direkt auf den Rost gelegt werden. Zum Würzen eignen sich für die mediterrane Zubereitung besonders Rosmarin, Thymian, Salbei sowie italienische Kräuter oder Kräuter der Provence. Für die orientalische Variante eignen sich Kreuzkümmel, Curry, Cayennepfeffer, gemahlener Koriander.  Die Aubergine harmoniert auch gut mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch.

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